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Wasser mit Geschmack - fast genauso schlimm wie Cola und Co

Mineralwässer mit Fruchtgeschmack liegen voll im Trend. Sie werden als natürliche und leichte Alternative zu Cola und Co beworben. Wer kein pures Mineralwasser mag kann anscheinend guten Gewissens zu dem aromatisierten Fruchtwasser greifen. Doch halten diese Getränke tatsächlich das was sie versprechen?

zwei trinkende Menschen

Statt pures Mineralwasser: Wasser mit Fruchtgeschmack

Knackige Äpfel, fruchtige Erdbeeren oder erfrischende Zitronen sind meist auf dem Etikett der Wässer mit Geschmack. Sie suggerieren dem Verbraucher Natürlichkeit, Frische und Leichtigkeit. Aber steckt das auch wirklich drin? Stiftung Waren Test untersuchte 25 Wässer in acht Geschmacksrichtungen. Das Ergebnis war enttäuschend und ernüchternd. Kein Produkt erhielt die Auszeichnung „sehr gut“ oder „gut“, sechs waren sogar „mangelhaft“.  

Fantasiearoma statt Fruchtaroma

  Geworben wird häufig mit „natürlichem Fruchtgeschmack“, die Realität sieht jedoch anders aus. Alle Wässer enthalten lediglich Kunstaroma. Keines der getesteten Produkte enthält ein vollständiges Fruchtaroma. Aus diesem Grund können 24 der 25 Produkte im Geschmackstest nicht überzeugen und werden nur als „aromatisiert“ und „fruchtähnlich“ beschrieben. Auf fünf der Wässer ist sogar das Aroma auf der Zutatenliste nicht korrekt angegeben.  

Kalorienarmes Erfrischungsgetränk?

Zuckerwürfel

Versteckter Zucker im "gesunden" Fruchtwasser

Neben den Aromen im Wasser, wird fast allen Getränken Zucker zugesetzt. Lediglich zwei, der 25 getesteten Produkte waren tatsächlich zucker-und kalorienfrei. Die Produkte mit Erdbeergeschmack enthielten am meisten Zucker. Die Mehrzahl der Hersteller wirbt, dass das Getränk „kalorienarm“ ist. Laut EU-Verordnung bedeutet dies, dass pro 100 ml nicht mehr als 20 kcal enthalten sein dürfen. Pro 1-Liter Flasche sind dies dann trotzdem bis zu 200 kcal. Vor allem Frauen greifen häufig zu den vermeintlich kalorienarmen Getränken. Für eine Frau mit sitzender Tätigkeit würden zwei Liter eines solchen Wassers bereits 20% ihres täglichen Energiebedarfs ausmachen. So viel zum Thema kalorienarm!  

Besonders besorgniserregend: krebserregendes Benzol gefunden

  Neben dem Zuckerzusatz fand Stiftung Warentest noch einen besorgniserregenden Stoff. In 3 der 25 Testprodukte konnten Sie den krebserregenden und keimzellschädigenden Stoff „Benzol“ nachweisen. In einem der Wässer war der Gehalt des gesundheitsgefährlichen Stoffes sogar deutlich höher als der Grenzwert der für das Trinkwasser festgelegt wurde.  

Besser selber Hand anlegen

Wasser mit Zitrone und Minze

Wasser mit Geschmack - besser selber machen

Fazit: die im Handel erhältlichen Produkte können weder im Geschmack, noch im Punkto „kalorienarm“ oder „gesund“ überzeugen. Deshalb gilt die Devise besser selbst Hand anzulegen und sein eigenes Wasser aufzupeppen. So weiß man genau was drin ist und kann Geschmack und Sprudelgrad selbst bestimmen. Es gibt viele Möglichkeiten mit frischem Obst, Kräutern, Gewürzen oder Tees sein Wasser zu aromatisieren. Wie das funktioniert und was die besten Kombinationen sind, zeigen wir euch in verschiedenen RendoFit-Rezepten der Woche.

Janine Hößler
Janine ist mit Leib und Seele Ernährungswissenschaftlerin und Ernährungsmedizinerin. Sport und Ausgleich ist für sie genauso wichtig, wie eine gesunde Ernährung. Ihre langjährige Erfahrung aus Ernährungsberatung und -therapie sowie Vorträgen und Seminaren gibt sie gerne an Dich weiter.