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Sommergenuss Grillen: was Du unbedingt beachten solltest!

Sommer, Sonne, Grillen! Grillen ist einfach, unkompliziert und super lecker. Von Fleisch über Gemüse bis hin zu Obst – auf dem Grill landet, was schmeckt! Doch welche Lebensmittel eignen sich überhaupt für den Grill? Immer wieder hört und liest man, dass beim Grillen ungesunde, krebserregende Stoffe entstehen. Wie schädlich ist Grillen tatsächlich? Wir haben die Antworten für Dich!

Fleisch und Würstchen auf Grill

Grillen ist im Sommer ein besonderer Genuss

Ist Grillen gesundheitsschädlich?

Ob leicht gebräunt oder fast schon schwarz verbrannt – jeder hat beim Grillen so seine Vorlieben und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Allerdings sollten sich Liebhaber von dunklem Grillgut nicht nur vom Geschmack leiten lassen, sondern auch an ihre Gesundheit denken. Denn beim Grillen entstehen neben aromagebenden Geschmacksstoffen auch gesundheitsschädliche Stoffe. Unter diese zählen die sogenannten aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) und heterozyklischen aromatischen Amine (HAA), die bei Temperaturen ab 120 C° entstehen können. Werden diese Stoffe in hohen Mengen aufgenommen, z.B. durch sehr dunkles Grillgut, können sie krebserregend sein. Um der Entstehung solcher Stoffe vorzubeugen sollte auf die Verwendung von geräuchertem Fleisch verzichtet werden. Außerdem solltest Du darauf achten, dass das Fleisch nicht mit offenem, rauchendem Feuer in Berührung kommt, denn das begünstigt die Bildung von PAK. Dies ist immer dann der Fall, wenn Fett in die Glut tropf  - also vor allem bei dem beliebten fettreichen Fleisch. Dasselbe passiert wenn Marinade in die Glut tropft. Viel hilft viel? Diese Devise gilt nicht für fürs Grillen: Je länger und dunkler das Fleisch gegrillt wird, desto mehr schädliche Stoffe entstehen. Scharfes Anbraten fördert diesen Prozess jedoch ebenfalls, entscheidend ist also die richtige Temperatur und Dauer.

Gegrillter Fisch

Gegrillter Fisch als gesunde Alternative

Fleischlose Alternativen für den Grill

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt einen gemäßigten Konsum von Fleisch. Für Grillliebhaber ein echtes Problem – doch muss es immer Fleisch sein? Vor allem rotes Fleisch erhöht nachweislich das Krebsrisiko und sollte daher nicht zu oft auf dem Teller landen. Fisch wird hingegen oftmals zu selten verzehrt, obwohl vor allem fettreiche Fische eine gute Quelle für omega-3-Fettsäuren sind, die sich unter anderem positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. Sorten wie Forelle, Lachs, Makrele, Zander oder Dorade eignen sich besonders gut zum Grillen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn genau wie bei Fleisch können sich bei zu langer und starker Hitze vor allem in der Kruste HAA bilden. Außerdem eigenen sich Schafskäse und verschiedenstes Gemüse ebenfalls super zum Grillen. Zum Beispiel in Form von leckeren Paprika-Zucchini-Spießen oder mit Frischkäse gefüllten Pilzen. Sei kreativ und probiere mal etwas Neues aus!

Bunte Gemüse-Fleisch-Spieße auf Grill

Entdecke die bunte Vielfalt des Grillgenusses

Tipps für den perfekten Grillgenuss

1. Mageres Fleisch/Fisch auswählen bzw. fetthaltige Stücke in Alufolie einpacken.
Allerdings sollte das Grillgut dann keine säurehaltige Marinade enthalten, da es sonst mit dem Aluminium in Lösung gehen kann.

2. Keine gepökelten Fisch/Fleisch- und Wurstwaren verwenden.
Hier können krebserregende Nitrosamine gebildet werden.

3. Zuckerhaltige Marinaden verhindern die vermehrte Bildung von HAA.
Vor allem bei Geflügel ist dies empfehlenswert.

4. Fertiges Fleisch/Fisch vom Grill nehmen.

5. Nur mit Holzkohle oder –briketts grillen und die Kohle gut durchziehen lassen.

6.Gas-, Elektro- oder Vertikal-Grill (Holzkohle befindet sich seitlich) verwenden.  

Fazit

Die Bildung gesundheitsschädlicher Stoffe kann durch Auswählen des richtigen Grillguts und der richtigen Zubereitung deutlich verringert werden. So kannst Du bei der nächsten Grillparty nach Belieben schlemmen. Für eine ausgewogene Ernährung sollten neben Fleisch auch noch andere Zutaten auf dem Grill landen, vor allem Fisch kann hier für Abwechslung sorgen und den Speiseplan ergänzen. Auch Gemüse und Käse sind auf dem Grill gerne gesehen und können vielseitig zubereitet werden.

Jessica Füger
Mit dem Ziel durch Ernährung einen Beitrag zur Gesundheitsförderung zu leisten verfolgte Jessica ihr Studium Ernährungsmanagement und Diätetik. Ihr Interesse gilt neben der Behandlung von Erkrankungen durch Ernährung vor allem aktuellen Foodtrends.