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Finger weg von Crash-Diäten

Rank und schlank wie die Stars – wer träumt nicht davon? Doch bei all dem Alltags- und Freizeitstress bleibt eines oft auf der Strecke: Wir. Oftmals fehlt die Zeit sich gesund zu ernähren und dabei noch Sport zu treiben. Und wenn es schnell gehen muss, greifen wir oftmals zu Fast Food & Co. Klar, dass sich die unbeliebten Pfunde so schnell ansammeln. Laut Werbeslogans versprechen Crash-Diäten hier Abhilfe. Mit geringem Aufwand sollen in kürzester Zeit so viele Pfunde wie nur möglich purzeln. Doch was ist wirklich dran an dieser Wunderformel?

Apfel mit Maßband und Glas mit Wasser

Muss es immer eine radikale Nulldiät sein?


Was sind Crash-Diäten?

Bei einer Crash-Diät reduziert man seine Kalorienaufnahme drastisch – bis zu 70% Kalorien werden pro Tag eingespart. Egal ob Kohl- oder Ananasdiät - laut ihren Erfindern bewirken sie wahre Wunder und Deine Traumfigur rückt in greifbare Nähe. Dabei haben alle Diäten eines gemeinsam: sie beschränken sich auf ein oder nur sehr wenige Lebensmittel, die natürlich kalorienarm sind versteht sich! Gefürchtete Dickmacher wie Kohlenhydrate, Milch- Fleischprodukte werden kurzerhand aus dem Speiseplan verbannt.

Was Dein Körper von einer Crash-Diät hält

Während einer Crash-Diät muss sich Dein Körper mit 500-800 Kalorien begnügen. Das heißt bereits nach dem Frühstück und einer kleinen Zwischenmahlzeit ist Schluss mit dem Genuss. Normalerweise benötigen wir rund 2.000 Kalorien pro Tag – klar, dass Dein Körper von dieser Sparmaßnahme alles andere als begeistert ist. Die fehlende Energie muss also an anderer Stelle eingeholt werden – doch bevor es den unbeliebten Fettpolstern an den Kragen geht, müssen Deine Kohlenhydratreserven dran glauben. Und damit nicht genug: auch Deine Proteinspeicher werden zunehmend geleert, um das entstandene Energiedefizit auszugleichen.

Keine gute Idee zur dauerhaften Gewichtsreduktion

Der schnelle Gewichtsverlust zu Beginn der Diät ist zwar nicht zu leugnen, er ist aber trügerisch! Denn er geht vor allem auf Wasserverluste zurück! Die abgebaute Muskelmasse muss mühsam wieder aufgebaut werden, und die leeren Kohlenhydratspeicher füllen sich schneller wieder auf als einem lieb ist. Hinzu kommen Heißhungerattacken! Zulange hat sich Dein Körper im Verzehren geübt – da kann man sich nun ruhigen Gewissens das ein oder andere gönnen. Das Ergebnis: der gefürchtete Jo-Jo-Effekt tritt ein! Die Pfunde sind schneller wieder da als sie gepurzelt sind – aber nicht nur das: Deine Körperzusammensetzung ist meist schlechter als vor der Diät und das führt dazu, dass die unbeliebten Pfunde weiter steigen. Denn aufgrund der abgebauten Muskelmasse verbrauchst Du weniger Energie als zuvor. Außerdem fürchtet Dein Körper um die nächste Hungerperiode. Um vorbereitet zu sein, speichert er Energie in Form von Fett ein, denn wer weiß wie lange er das nächste Mal auf Sparflamme leben muss.

Orangen in Glas

Viele Crash-Diäten sind sehr einseitig

Warum Du die Finger von Crash-Diäten lassen solltest

Nicht nur, dass die paar Pfunde weniger auf den Rippen nur von kurzer Dauer sind, Dein Körper kann auch Schäden von einer solchen Radikaldiät davontragen. Besonders fatal: da Nährstoffdefizite äußerlich oftmals nicht sichtbar sind, unterschätzen viele die Risiken. Sich eine Woche lang nur von Kohl zu ernähren, kann wohl kaum gesund sein, soviel steht fest. Klar, wertvolle Inhaltsstoffe wie Eisen und Vitamin C erhält der Körper zu Genüge, doch im Gegenzug muss er auf andere essentielle Nährstoffe verzichten, die beispielsweise in Kohlenhydraten, Milch- und Fleischprodukten stecken. Der anfänglichen Abnehm-Euphorie folgt schnell Abgeschlagenheit, Müdigkeit und das Gefühl ausgepowert zu sein. Und mit den Pfunden sinken auch Deine sportlichen Leistungen und Deine Konzentrationsfähigkeit immer weiter.

Zusammenfassung

Crash-Diäten lassen anfangs zwar einige Pfunde purzeln, jedoch geht die Gewichtsabnahme zumeist auf Wasserverluste zurück. Die unbeliebten Fettpolster jedoch bleiben hartnäckig erhalten. Die Folge sind Heißhungerattacken und der gefürchtete Jo-Jo-Effekt. Aufgrund der einseitigen Ernährung kommt es auch nicht selten zu Nährstoffmangel sowie Leistungs- und Konzentrationseinbußen. Und das alles für ein paar Tage mit ein bisschen weniger auf den Rippen - kein guter Deal also! Für einen gesunden Lebensstil ist eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung unumgänglich. Damit sich der Erfolg auch auf der Waage sichtbar macht darf die sportliche Aktivität natürlich nicht vernachlässigt werden. Wichtig ist eine langfristige Umstellung Deiner eingefahrenen Gewohnheiten auf dem Weg zu einer gesünderen Ernährung und mehr Bewegung. Nur so kannst Du nachhaltig etwas für Deine Figur und Deine Gesundheit tun. Wie Du die beiden Bereiche Fitnessprogramm für Zuhause und langfristige Ernährungsumstellung effektiv verbinden kannst erfährst Du hier bei RendoFit!

Jessica Füger
Mit dem Ziel durch Ernährung einen Beitrag zur Gesundheitsförderung zu leisten verfolgte Jessica ihr Studium Ernährungsmanagement und Diätetik. Ihr Interesse gilt neben der Behandlung von Erkrankungen durch Ernährung vor allem aktuellen Foodtrends.