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Erdbeeren - gesundes Superfood aus unserer Heimat

Sie sind aus dem Frühsommer kaum wegzudenken und springen uns jetzt wieder auf allen Wochenmärkten, im Supermarkt oder auf dem Feld ins Auge: Frische, glänzend rote Erdbeeren. Was Du beim Einkauf der gesunden Leckerbissen beachten solltest, und warum man gar nicht genug davon essen kann, haben wir für Dich zusammengefasst.

mehrere Schalen mit Erdbeeren

Am besten sind frische, regionale Erdbeeren

Woran erkenne ich gute Erdbeeren?

Erdbeeren sind botanisch gesehen gar keine Beeren, sondern Scheinfrüchte beziehungsweise Sammelnussfrüchte (wegen der vielen kleinen „Nüsse“ auf der Oberfläche). Sie sind äußerst empfindlich und beginnen bereits ein paar Stunden nach der Ernte ihr Aroma zu verlieren. Außerdem sind die enthaltenen Bioaktivstoffe licht- und oxidationsempfindlich. Dementsprechend sind die Gehalte an gesunden Vitalstoffen in Erdbeeren von heimischen Feldern viel höher, da keine langen Transportwege zwischen Ernte und Verkauf liegen. Reife Früchte erkennt man an den Kelchblättern: Sind die Früchte reif, lassen sie sich leicht entfernen. Früchte mit grünen oder weißen Stellen wurden meist zu früh geerntet. Da Erdbeeren nicht nachreifen, haben sie ein weniger intensives Aroma.  

Erdbeeren sorgen nicht nur für Genuss, sondern auch für Gesundheit

Mit null Gramm Fett, vielen Ballaststoffen und gerade mal 32 kcal/100 g mausern sich Erdbeeren zum besten Freund einer sportlichen Figur. Doch damit nicht genug: Erdbeeren sind randvoll mit gesundheitsfördernden Stoffen. Die wichtigsten haben wir mit Ihrer Wirkung für Dich aufgelistet:

Enthaltener Stoff Wirkung
Vitamin C starkes Antioxidans, welches vor Zellschäden schützt. Es erhöht außerdem die Stabilität von Folsäureverbindungen aus der Nahrung, sodass diese vom Körper aufgenommen und verwertet werden können.
Folsäure unterstützt die normale Funktion und Entwicklung unserer Zellen. Vor allem in der Schwangerschaft von großer Bedeutung, um bestimmte Fehlbildungen vorzubeugen.
Polyphenole/Phenolsäuren Erdbeeren enthalten die sog. Ellagsäure. Sie wirkt antibakteriell und antioxidativ. Möglicherweise kann sie sogar das Krebsrisiko senken.

Vitamin C: unsichtbarer Fast-Alleskönner

Zwei Obstschalen mit Erdbeeren und Blauberren sowie Orangen und Kiwis

Erdbeeren enthalten mehr Vitamin C als Orangen und Zitronen

Erdbeeren enthalten mehr Vitamin C als Orangen und Zitronen. Bereits 200 g decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Außerdem fördert Vitamin C die Eisenaufnahme, was sich positiv auf unser Blutbild auswirken kann. Vitamin C kann zudem die Entstehung von krebserregenden Nitrosaminen im Magen hemmen. Nitrosamine dieser Art entstehen beispielweise beim Grillen. Einige Erdbeeren nach dem gemütlichen Sommergrillabend sorgen somit nicht nur für einen erfrischend süßen Abschluss, sie können auch zum Schutz unserer Gesundheit beitragen.

Ein praktischer Nebeneffekt des Vitamin C: Natürliche Folsäureverbindungen, die ohnehin in nur wenigen Lebensmitteln vorkommen, sind sehr instabil. Vitamin C schützt diese Verbindungen, sodass sie vom Körper aufgenommen werden können.

Ellagsäure: heimlicher Abwehrhelfer

Erdbeeren enthalten (wie die meisten Obst- und Gemüsesorten) viele sekundäre Pflanzenstoffe, denen gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden. Eine spezielle Gruppe dieser Stoffe bilden sogenannte Phenolsäuren. Sie finden sich überwiegend in den Randschichten  bzw. Schalen von Früchten und Pflanzen. Der Grund: Als starke Antioxidantien schützen sie das darunter liegende Gewebe vor reaktiven Sauerstoffmolekülen. Da Phenolsäuren während der Lagerung abgebaut werden, ist ihr Gehalt in frisch geerntetem Obst und Gemüse am höchsten.

Das Besondere an Erdbeeren: Die enthaltene Ellagsäure. Sie ist eine Phenolsäure, die ausschließlich in bestimmten Beeren und Nüssen vorkommt. Frische Erdbeeren enthalten 405 mg Ellagsäure pro kg. Wenn man beachtet, dass die durchschnittliche tägliche Zufuhr pro Person in unseren Breitengraden nur etwa 6 mg beträgt, wird deutlich, dass das eine ganze Menge ist. Ellagsäure wird nach der Aufnahme - anders als viele Nährstoffe - in erster Linie zur Lunge transportiert. Sie wird aber auch schon vor der Aufnahme im Darm wirksam: Zum einen kann sie Entgiftungsenzyme aktivieren, zum anderen die Aufnahmefähigkeit von krebserregenden Stoffen verringern. Außerdem wirkt Ellagsäure antimikrobiell und unterstützt unser Immunsystem.

Rezept-Idee: Fruchtig-leichtes Joghurt-Erdbeer-Eis

verschiedene Eissorten in einer Eisdiele

Mach dir dein eigenes, leckeres und vor allem leichtes Erdbeer-Eis


Natürlich bekommst Du auch noch ein leckeres Erdbeer-Rezept von uns. Besonders im Sommer ist das fruchtig frische und vor allem leichte Erdbeereis ein Genuss – und das sogar ganz ohne zugesetzten Zucker.

Du brauchst:

  • 200 g frische Erdbeeren
  • 100 g Naturjoghurt


Außerdem:

  • Mixer
  • Eisförmchen


Zubereitung:
Erdbeeren waschen und abtropfen lassen. Kelchblätter entfernen und Früchte je nach Größe halbieren oder vierteln. In einen Mixer geben und 100 g Joghurt zufügen. Erdbeer-Joghurt-Mischung für ca. 1-2 Minuten pürieren. Die Masse in Eisförmchen füllen und über Nacht einfrieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Janine Ehret
Die Leidenschaft fürs Kochen und Backen hat Janine zur Ernährungswissenschaft gebracht. Ihr Anliegen ist es, zu zeigen, wie wir durch gesunde Ernährung unsere Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden steigern können.